Brigitte Riebe – „Feuer und Glas – Die Verschwörung“

 

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Luca, das „Gegenstück“ zu Milla

Und munter geht es weiter. Die zweite Leserunde dreht sich um das Buch von Brigitte Riebe: Feuer und Glas – Die Verschwörung. Es ist der Folgeband von Feuer und Glas – Der Pakt.

Die Leserunde  war sehr lebhaft; auch die Autorin diskutierte eifrig mit.

 

Hier meine Bewertung (schon ausführlicher als die erste; so langsam komme ich in Schwung.  😉 )

 

Zum Inhalt:

Brigitte Riebe – „Feuer und Glas – Die Verschwörung“ – Heyne Fly

Das Buch knüpft an den ersten Band: Feuer und Glas – Der Pakt an. Wir befinden uns in Konstantinopel, a. D. 1509

Die Venezianerin Milla sucht mithilfe ihrer neuen Freunde Luca, Nikos und ein paar anderen nach ihrem verschollenen Vater Leandros, einem berühmten Glasbläser.

Dabei gerät sie zwischen die Fronten zweier Staaten – Venedig und Konstantinopel – die jeweils die Vorherrschaft im Mittelmeerraum anstreben.

Durch ihre Ignoranz der Sprache, Sitten und Gebräuche und ihr unbedachtes Vorpreschen bringt sie sich und ihre Freunde in Gefahr.

Meine Meinung:

Es empfiehlt sich sicherlich den ersten Band zu lesen, schon deswegen, weil er genauso gut und spannend ist wie dieser Band.

Ich denke jedoch, dass man dem Buch auch ohne Vorkenntnisse folgen kann; die relevanten Lücken werden durch kurze Rückblicke gefüllt, ohne jedoch den Leser, der den ersten Band kennt, zu langweilen.

Man lernt zusammen mit Milla ( beziehungsweise durch ihre Augen), der Protagonistin, Konstantinopel, die Sitten und Gebräuche des frühen 16. Jahrhunderts, und diverse neue Personen kennen.

Dadurch hat man zu keiner Zeit das Gefühl, ignorant zu sein – denn in der Regel wird man mit der Geschichte und allem was dazu gehört nicht sonderlich vertraut sein.

Brigitte Riebe schafft es meisterlich, ein Bild des Konstantinopel von 1509 entstehen zu lassen. Kleidung, Baderituale und Hof – und Harems-Etikette  werden lebendig, und vor dem inneren Auge entsteht ein farbenprächtiges Gemälde jener Zeit, es ist lehrreich ohne jemals belehrend zu sein.

Auch die politischen Ränke am Topkapi-Palast kommen nicht zu kurz; tatsächlich spielen sie eine große Rolle.

Millas Character ist sehr schön herausgearbeitet: die innerliche Zerrissenheit eines jungen Mädchens; die Unsicherheit einer ersten Liebe; die Aufmüpfigkeit und Unbesonnenheit eines  Teenagers, sind exakt beschrieben, so dass man sich gut mit ihr identifizieren kann – auch wenn man schon viel älter ist, sich aber noch an seine eigene Jugend erinnern kann.

Wer jetzt Lust auf Mehr bekommen hat findet am Ende des Buches ein Glossar, einen kurzen geschichtlichen Überblick, sowie eine Zeittafel vor.

Dadurch kann man die Ereignisse im Buch problemlos zeitlich einordnen und erfährt so ganz nebenbei noch ein paar historische Fakten.

Wer dann noch mehr wissen möchte hat hiermit genügend Stichpunkte und Namen an der Hand um auf eigene Faust zu recherchieren.

Fazit:

Ein rundum gelungenes Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann, nicht nur für Geschichts-interessierte.

Fünf von fünf Sternen.

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Leserunden

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