Vegane Lieblingsküche?? Besuch einer Blogtour

Momentan gibt es eine Blogtour zu dem Buch Vegane Lieblingsküche von Sophie Matisz.

Da ich das Buch nicht besitze, kann ich natürlich keine Rezension schreiben.

Ich kann allerdings meine aus den Blogeinträgen Anderer gewonnenen Eindrücke wiedergeben.

Schon nach dem lesen des ersten Eintrags  hatte ich das Gefühl: das Buch ist nicht für mich.

Dieser Eindruck wurde durch den zweiten Blogpost der Tour eigentlich nur bestärkt, und auch der bislang dritte Blogpost konnte mich nicht überzeugen, dass dies Buch für mich das richtige wäre.

Es fängt schon bei den Zutaten an, die gar nicht bis sehr schwer zu besorgen sind. Wirklich, wer braucht denn vegane Entenbrust, oder veganen Schinken (diese Zutaten waren zwar für die nachgekochten Rezepte der Blogger nicht erforderlich, wurden aber als Kritikpunkte  erwähnt)?

Dann die Mengenangaben: offensichtlich denkt die Autorin, dass man eine ganze Kompanie versorgen möchte, wobei sich laut des zweiten Blogposts der Tour wohl herausgestellt hat, dass die Angaben zu gering sind für die angegebene Personenzahl.

Natürlich sind solche Angaben schwer, denn es hängt ja auch von der Art der Esser ab. Manche langen herzhaft zu, andere stochern vielleicht eher im Essen, aber es gibt doch Durchschnittswerte.

Die Auswahl der bislang vorgestellten Gerichte war so weit in Ordnung, wobei ich persönlich mir nichts aus Desserts und Kuchen mache, welche jedoch ein Hauptaspekt des Buches sind, wenn ich die Blogposts richtig interpretiere.

Nun gut, die Blogtour ist noch nicht abgeschlossen, und ich möchte dem Buch nicht unrecht tun.

Nur, weil ich denke es ist nicht das richtige Kochbuch für meine Bedürfnisse, schließt das ja nicht aus, dass es jemand anderen völlig glücklich macht.

Soweit ich das beurteilen kann, ist es für Neueinsteiger aber ungeeignet, die springen sicher schon ab, wenn sie sich die Zutatenlisten durchlesen.

Aber warum macht ihr nicht einfach bei der Blogtour mit und bildet euch selbst eine Meinung?

Vielleicht inspiriert es euch ja, das eine oder andere Gericht nachzukochen?

 

Rezension: Susanne Gerdom – Queen of Clouds: Die Wolkentürme

Queen of Clouds: Die Wolkentürme, bloomoon Verlag, Taschenbuch, 512 S., €14,99
Queen of Clouds: Die Wolkentürme, bloomoon Verlag, Taschenbuch, 512 S., €14,99

 

Ich hatte noch nie was von Susanne gelesen, und bin absolut begeistert. Ich habe inzwischen diverse andere Bücher von ihr auf meinem Reader, und im Anzeigenteil am Ende des Buches habe ich noch ein ‚Muss‘ entdeckt. 😀
Zum Inhalt:

In einem Zwei-Klassen-System wachen die Unterdrückten, die ‚Schluchter‘, langsam auf. Auch für die Unterdrücker, die Türmer, ist nicht mehr alles rosig. Unfruchtbarkeit bedroht sowohl die Menschen, die in den Schluchten leben, als auch die oberen 10000 derer, die in den obersten Etagen der Wolkentürme leben, weit weg von Not und Pein.

Um die Ursachen für die Unfruchtbarkeit herauszufinden und womöglich zu beheben, werden aus jeder Klasse einige Personen auf die Reise geschickt. Ihr Ziel ist Turm Null, von dem fast alle glauben, er gehöre ins Reich der Legenden.

Die Reisegesellschaft ist ziemlich bunt zusammengewürfelt, aber im Laufe der Reise kommt man sich näher. Es heißt, Turm Null kann nur gefunden werden, wenn Türmer und Schluchter im Team arbeiten.

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch ist absolut gelungen! Man wird in eine faszinierende Welt geworfen, die man so schnell nicht mehr verlassen möchte, auch wenn die Umstände alles andere als positiv sind.

Die Charaktere sind sehr schön herausgearbeitet. Sie sind widersprüchlich, machen eine Entwicklung durch, und dennoch bleiben sie sich irgendwie treu.

Selbst die ‚Nebendarsteller‘ möchte man nicht missen. Zwei der Charaktere bleiben bis fast zum Schluss sehr undurchschaubar, was zu wilden Spekulationen verleitet.

Die Bedeutung von Freundschaft wird sehr gut dargestellt, auch dass sie Stürme überdauert und schlussendlich zu einer besseren Welt beitragen kann.

Die Auflösung des Ganzen macht Hoffnung. Nicht jedes Detail wird erklärt, aber das Ende lässt keine wichtigen Fragen offen.
Trotzdem möchte man mehr wissen, denn es gäbe sicher noch unendlich viel zu erzählen (und als Leser zu erleben) was eine Fortsetzung sehr wünschenswert macht.

Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet, und sowohl die Autorin als auch der Bloomoon Verlag haben sich große Mühe gegeben: so gibt es zum Beispiel eine Geheimsprache (sehr leicht zu entziffern, aber sicher schwierig zu drucken), und die Kapitel haben tolle Überschriften. Das war ein besonderes Schmankerl, was den positiven Gesamteindruck  durchaus verstärkte.

Ich könnte noch ewig weiter schreiben, aber wer jetzt noch nicht überzeugt ist, hat selbst Schuld. Alle anderen: fangt an zu lesen!

Ich würde das Buch jedem empfehlen, man muss kein Genre Fan sein, um es zu genießen!

Ein Abend für die ganze Stadt: 20 Jahre Schöffling Verlag

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Kurz vor Beginn der Veranstaltung

Unter dem Motto: 20 Jahre Schöffling Verlag – „Ein Abend für die ganze Stadt“ lud der Frankfurter Verlag am Donnerstag, 11. September 2014 zu Lesungen in verschiedenen Buchhandlungen ein.

Die Berger Bücherstube konnte gleich mit vier Lyriker(inne)n aufwarten. Zusätzlich war noch die Verlagsmitarbeiterin Carolin Callies (im Bild Vordergrund) zugegen, die den Verlag, seine Ziele und Errungenschaften vorstellte und  ein paar Erläuterungen zu den einzelnen Autor(inne)n gab.

Ich hatte hin- und her überlegt, ob ich der Veranstaltung beiwohnen sollte, denn Lyrik ist ja immer so eine Sache.

Schlussendlich bin ich dann gegangen, und es war eine kurzweilige gute Stunde.

 

Alle anwesenden Autoren haben diverse Preise für ihr Werk gewonnen.

Den Anfang machte Silke Scheuermann. Sie las aus ihrem Buch Skizze vom Gras.

Entweder war sie so unorganisiert wie ich (ich vergaß, ein Photo zu machen während sie las), oder sie hatte ihre Lesezeichen verloren, oder sie ist sehr spontan und entschied ad hoc welche Gedichte sie vortragen wollte; jedenfalls blätterte sie viel und hektisch in ihrem Buch, was ich ein bisschen irritierend fand.

Egal, die Gedichte gefielen mir recht gut.

 

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Silke Scheuermann lauscht der Lesung ihrer Kollegin

Anschließend las Karin Kiwus aus ihrem Sammelband Das Gesicht der Welt.

Diese Gedichte regten schon ziemlich zum Nachdenken an, aber natürlich war in dem Moment keine Zeit dafür.

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Karin Kiwus liest aus ihrem Sammelband: Gedichte der Welt

Danach ging es weiter mit der jüngsten Autorin, Nadja Küchenmeister, welche aus ihrem Buch Unter dem Wacholder las.

Auch diese Gedichte waren sehr schön. Wie die der beiden Vorgängerinnen erzeugten sie Bilder im Kopf. Auch hier war ich nicht ganz auf Draht, so dass ich erst später ein Photo machte.

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Nadja Küchenmeister lauscht ihrem Kollegen

 

Den Schluss bildete der einzige Mann in der Runde (es waren auch unter den Zuhörern nur wenige Männer), Ron Winkler.

Er las aus seinem Werk Prachtvolle Mitternacht. Ich muss gestehen, dass die meisten  mir überhaupt nichts gaben. Bei einem hatte er das Wort „Schnee“ durch „Milch“ ersetzt, wie er sagte, aber auch wenn ich Schnee einsetzte ergab das Ganze für mich überhaupt keinen Sinn. Nur das letzte Gedicht erzeugte Bilder in meinem Kopf. Die anderen klangen zum Teil zwar ganz   schön, ließen mich aber kalt.

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Ron Winkler liest aus seinem Band: Prachtvolle Mitternacht

Es war ein gelungener Abend, anschließend gab es noch Wein, Wasser und Cracker für den der mochte. Natürlich konnte man auch die Bücher kaufen und direkt signieren lassen, aber so überzeugt war ich dann doch nicht, dass ich das gemacht hätte.

 

Stattdessen habe ich mir zwei andere Bücher gekauft (am nächsten Tag, sonst wäre ich mir doch etwas komisch vorgekommen).

Irgendwann werde ich dann hoffentlich dazu kommen diese Bücher auch zu lesen.

Review: Sylvia Lott – Die Glücksbäckerin von Long Island

Sylvia Lott: Glücksbäckerin
Blanvalet, ebook, 389 S, € 8,99

 

Zum Inhalt:

 

Wie der Titel schon vermuten lässt geht es um Backwaren: genauer gesagt, um eine bestimmte Backware. Der Cheese Cake New York Style macht jeden friedfertig und glücklich, der davon gegessen hat. Marie ist die Hüterin des Rezeptes.

Sie ist 19 als sie sich in einen jungen Mann verliebt der keine Gnade in den Augen ihres Vaters findet. Ihr Vater schickt sie kurzerhand von dem kleinen ostfriesischen Dorf, wo sie leben, ins Exil nach Nordamerika, wo ihre älteren Geschwister schon Fuß gefasst haben.

Die beiden Brüder, bei denen sie unter kommt, betreiben eine kleine Kaschemme (Coffee Shop) in Red Hook, Brooklyn.

Marie hilft mit aus, macht aber auch Exkursionen in andere Berufssparten.

Sie ist ehrgeizig und passt sich dem amerikanischen ‚Way of Life‘ sehr schnell an.

70 Jahre später kreuzt sich ihr Weg mit dem ihrer deutschen Großnichte Rona, der sie ihre Lebensgeschichte erzählt.

Rona hat ganz eigene Sorgen, aber mit Hilfe des ihr anvertrauten Cheese Cake Rezeptes schafft sie es, ihr Leben in den Griff zu kriegen.

 

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und liest sich in einem Rutsch weg. Das Rezept ist bewährt: Frau liebt Mann, Vater ist nicht einverstanden, Frau wird aus Dunstkreis des Mannes entfernt und in ein neues Leben geworfen. Frau macht ihren Weg.

Die Handlung ist zwar nicht unbedingt 100% vorhersehbar, aber man hat schon eine Idee, worauf es letztendlich hinauslaufen könnte.

Was ich besonders schön fand, ist die Stimmung, die sowohl in New York, als auch in Ostfriesland eingefangen ist. Man fühlt sich an beiden Orten gleich wie zuhause, auch wenn man noch nie da war. Die Entwicklung der verschiedenen Charaktere ist auch sehr schön herausgearbeitet.

Auch der Kontrast zwischen beiden Orten in den 30er Jahren kommt deutlich hervor: Bigotterie, Engstirnigkeit, Festgefahrenheit auf der einen Seite, und Offenheit, Laissez-Faire, Fortschritt auf der anderen Seite.

Die düsteren Aspekte der damaligen Zeit werden angesprochen aber nicht wirklich thematisiert. Es hätte auch den Rahmen des Buches gesprengt, es ging ja schließlich nicht um Nationalsozialismus oder Prohibition oder Ausbeutung.

Trotzdem ging mir alles ein wenig zu glatt, deswegen würde ich 4.5 von 5 Sternen geben.

Auch bei diesem ebook hat man sich Mühe gegeben und es sind fast keine Fehler drin.

 

 

Fazit: Ein gelungenes Buch das Lust macht, Ostfriesland zu entdecken, Tee zu trinken, und Cheese Cake zu probieren.

 

 

 

 

Name a character in Vengeance of a Storm

If you haven’t read the first two sequels, you should do so now, and then suggest a character name for a chance to win a signed copy of the next instalment.

Anthony Lavisher - Author

Next April will see the arrival of the final instalment of the Storm Trilogy – ‚Vengeance of a Storm.‘  A culmination of six years of my life, will see the thrilling climax of a story that I will be sad to leave behind.

To say goodbye, I am offering one person the chance to name a character in the finale. The winning name, chosen by myself, will appear in Vengeance of a Storm and will be for a very interesting character who will ‚feature‘ not just appear once and disappear for the rest of the novel.   To be in with a chance to win (and recieve a signed copy of Vengeance of a Storm when it is released, simply post your name on this blog post.  (Note: First name and Surname required and all names must be original)

The character is a young rider from Carwell. Thrust into the storm…

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Rezension: Trieb

 

Martin Krist: Trieb - Ein Paul-Kalkbrenner-Thriller" Band 3
Ullstein Verlag, epub, 653 S plus Bonusmaterial, € 6,99

 

 

Trieb: Paul Kalkbrenner ermittelt. Bd. 3 (Ein Paul-Kalkbrenner-Thriller) (epub)

Inhalt:

Ein kleiner Ausreißer gelangt mit seinem Freund von einem hinterwäldlerischen Bergdorf in Albanien in die Bundeshauptstadt Berlin, wo er Geld verdienen will.
Er ist schnell auf sich allein gestellt, was ihn aufgrund seiner Jugend und mangelnder Sprachkenntnisse (vom Kulturschock mal ganz zu schweigen) zu einer leichten Beute von Gangs und anderen Bösewichten macht.

Derweil ermittelt Kommissar Paul Kalkbrenner in dem Mordfall eines Großindustriellen.
Was anfangs aussieht wie ein Skandal um Gammelfleisch, entpuppt sich mit der Zeit als etwas viel Größeres, Perfideres.

Meine Meinung:

Es gibt jede Menge Szenenwechsel, Handlungsstränge, und Tote. Atempausen gibt es nicht wirklich, außer in den Szenen Kalkbrenners und seiner Tochter Jessie, wo ein paar private Probleme gewälzt und gelöst werden.

Die verschiedenen Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben, so dass zum Schluss ein zusammenhängendes Ganzes entsteht.

Diverse Klischees werden bedient, aber in einer Weise, dass es mir erst im Nachhinein klar wurde.

Das Thema selbst ist nicht reißerisch angegangen, aber auch nicht sentimental. Es wird nichts verklärt oder beschönigt, und die Lektüre nimmt einen emotional ziemlich mit, da alles durchaus realistisch beschrieben wird, und auf traurigen Fakten basiert.

Es wird nicht angeklagt oder verurteilt, das überlässt der Autor dem Leser.

Ein sehr gelungenes Buch über eine unhaltbare, aber leider unabänderliche Situation. Ich kann es nur jedem empfehlen.

.Dies ist übrigens eine der wenigen ebook Ausgaben die wohltuend auffallen durch ihren Mangel an Druckfehlern.

Zusätzlich zu dem Roman enthält sie ein Nachwort mit ausführlichem Recherchematerial, einer kleinen Paul Kalkbrenner/Sera Muth Kurzgeschichte, und einer Leseprobe für ‚Drecksspiel‘ was ich mir jetzt unbedingt kaufen muss!
 
Man braucht starke Nerven, um das Buch zu lesen, aber wie schon erwähnt, es ist absolut empfehlenswert.