Sylvia Lott: Glücksbäckerin
Blanvalet, ebook, 389 S, € 8,99

 

Zum Inhalt:

 

Wie der Titel schon vermuten lässt geht es um Backwaren: genauer gesagt, um eine bestimmte Backware. Der Cheese Cake New York Style macht jeden friedfertig und glücklich, der davon gegessen hat. Marie ist die Hüterin des Rezeptes.

Sie ist 19 als sie sich in einen jungen Mann verliebt der keine Gnade in den Augen ihres Vaters findet. Ihr Vater schickt sie kurzerhand von dem kleinen ostfriesischen Dorf, wo sie leben, ins Exil nach Nordamerika, wo ihre älteren Geschwister schon Fuß gefasst haben.

Die beiden Brüder, bei denen sie unter kommt, betreiben eine kleine Kaschemme (Coffee Shop) in Red Hook, Brooklyn.

Marie hilft mit aus, macht aber auch Exkursionen in andere Berufssparten.

Sie ist ehrgeizig und passt sich dem amerikanischen ‚Way of Life‘ sehr schnell an.

70 Jahre später kreuzt sich ihr Weg mit dem ihrer deutschen Großnichte Rona, der sie ihre Lebensgeschichte erzählt.

Rona hat ganz eigene Sorgen, aber mit Hilfe des ihr anvertrauten Cheese Cake Rezeptes schafft sie es, ihr Leben in den Griff zu kriegen.

 

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und liest sich in einem Rutsch weg. Das Rezept ist bewährt: Frau liebt Mann, Vater ist nicht einverstanden, Frau wird aus Dunstkreis des Mannes entfernt und in ein neues Leben geworfen. Frau macht ihren Weg.

Die Handlung ist zwar nicht unbedingt 100% vorhersehbar, aber man hat schon eine Idee, worauf es letztendlich hinauslaufen könnte.

Was ich besonders schön fand, ist die Stimmung, die sowohl in New York, als auch in Ostfriesland eingefangen ist. Man fühlt sich an beiden Orten gleich wie zuhause, auch wenn man noch nie da war. Die Entwicklung der verschiedenen Charaktere ist auch sehr schön herausgearbeitet.

Auch der Kontrast zwischen beiden Orten in den 30er Jahren kommt deutlich hervor: Bigotterie, Engstirnigkeit, Festgefahrenheit auf der einen Seite, und Offenheit, Laissez-Faire, Fortschritt auf der anderen Seite.

Die düsteren Aspekte der damaligen Zeit werden angesprochen aber nicht wirklich thematisiert. Es hätte auch den Rahmen des Buches gesprengt, es ging ja schließlich nicht um Nationalsozialismus oder Prohibition oder Ausbeutung.

Trotzdem ging mir alles ein wenig zu glatt, deswegen würde ich 4.5 von 5 Sternen geben.

Auch bei diesem ebook hat man sich Mühe gegeben und es sind fast keine Fehler drin.

 

 

Fazit: Ein gelungenes Buch das Lust macht, Ostfriesland zu entdecken, Tee zu trinken, und Cheese Cake zu probieren.

 

 

 

 

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14 Gedanken zu “Review: Sylvia Lott – Die Glücksbäckerin von Long Island

      1. Na ja, diese Ausdruck, finde ich, ist schon aus der Mode gekommen.
        Ein Penny dann eher unter Freunden, weil man eigentlich seine Gedanken mit den Freunden gerne unterbreitet und Penny ist dann wohl eher symbolisch gemeint.
        So, mein Verständnis davon 🙂

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      2. Ja, wer weiß. Es wäre jedenfalls nett wenn es den Einen oder Anderen verleiten würde, zu kommentieren. Der Blog ist noch relativ neu, außerdem gibt es Bücherblogs wie Sand am Meer. 🙂

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      3. Ja und alle springen auf den Hype Fantasy, Krimi, je flacher desto besser ^^
        Wenn du also Fantasy Bücher liest und Beiträge jeden Tag dazu ausspuckst, dann kommen se von allein 😀
        Und komischerweise machen eher Mädchen diese Blogs oder YT Videos als Männer.
        Und da meine ich eher die 20-25 jährigen.
        Und vor allem die Haare nicht vergessen zur Seite zu schieben, die stören ja immer ^^
        Mir erscheinen die YT Videos eher als eine Art Soft Porno für Sigels, die sich keine richtigen Pornos leisten können oder so.
        Wer hört denn da hin, wenn so ein Mädchen voll lackiert und schon fast wie so eine Puppe aussieht 😀
        Das ist mir nur so aufgefallen, wenn ich mal diese Buchvideos sehe, welche ich eigentlich nur dann gucke, wenn so gar nichts „läuft“.
        Ich guck aber kein TV 🙂
        Aber ich finde die ganzen Beiträge und Videos haben kaum gute Qualität.
        Da mach ich lieber einen Strich durch die Rechnung und schreibe keine Rezension nur meine Notizen zum Buch 🙂
        Aber ich schweife ab 🙂
        Wünsch dir massig Kommentare und wenn du willst, kriegst von mir gerne noch mehr 🙂
        Du kannst bei mir auch was schreiben, am liebsten was zu einem Buch und nicht auf die Montagsfragen ^^

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      4. Oh, Buchvideos kenne ich keine, bzw habe erst eins gesehen (war ein 12 jähriges Mädchen, die hat es recht gut gemacht. Das Buch kann ich nicht erinnern. Es scheint, ich habe nichts verpasst. 😉 In meinem ersten Blog (gemischtes) habe ich eigentlich auch nie Rezensionen geschrieben, sondern Dinge, die mir bei der Lektüre so eingefallen sind. Aber jetzt wo ich in dem Leseforum bin, geht es eben um Rezensionen. Werde mal deinen Blog durchstöbern, ob ich zu irdendeinem Buch was schreiben kann (denn dazu muss ich es ja gelesen haben). 🙂

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      5. 12-jährige sind da vielleicht sogar bessere Rezensentinnen als die älteren 🙂
        Lass dich nicht vom Leseforum einketten, mach lieber was dir Spaß macht und nicht das, was die anderen wollen, es sei denn du willst Asche machen 😀
        Und du musst meine Bücher nicht gelesen haben, reicht, wenn du den Beitrag durchliest und deine Meinung offen legst.
        Das ist es ja eben, das sind Notizen, die liest man und dann kann man sich eine Meinung bilden.
        Von einer Rezension kann man nur eine Ahnung haben, wie das Buch auf dich wirken würde.
        Also, hier gibts keine Ausreden von „habs net gelesen“ 🙂

        Und wenn du gerne auf irgendeinen Beitrag von dir einen Kommentar dazu haben möchtest, gib mir die Links 🙂
        Ansonsten lese ich eher wenig bzw. ungern am Bildschirm. Kommentare usw. gehen noch. 🙂

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      6. Ich lese auch ungern am Bildschirm. Was man aber gut machen kann, ist sich Seiten an seinen Kindle schicken zu lassen (gibt es auf jeden Fall für Firefox und Chrome als add-on, funktioniert aber nicht im incognito Modus). Das finde ich super. ich nutze es oft für Rezepte, die ich dann nicht kopieren und ausdrucken muss, sondern einfach an meinen Kindle sende und der liegt dann in der Küche. 😉 Mit der App kann man natürlich auch Blog Posts senden. 😉

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