Rezension: Sabrina Železný – Das Geheimnis des Mahagonibaums

Sabrina Železný: Das Geheimnis des Mahagonibaums, Aufbau Taschenbuch, 349 S, €9,99, Bild: Amazon
Sabrina Železný: Das Geheimnis des Mahagonibaums, Aufbau Taschenbuch, 349 S, €9,99, Bild: Amazon

Eine Liebe in Peru

 

Inhalt:

Die Fotografikstudentin Blanca gewinnt ein Stipendium für die Fotografische Akademie in Arequipa, Peru.

Ihre Urgroßmutter Guadalupe stammte von dort, und bevor Blanca abfliegt, bittet ihre Großmutter sie, nach Guadalupes Verbleib zu forschen, denn diese war Anfang des 2. Weltkrieges von Deutschland in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und dann verschollen.

Meine Meinung:

Mit ‚Das Geheimnis des Mahagonibaums‘ ist der Autorin ein stimmungsvoller, spannender Roman gelungen.

Laut Klappentext geht es unter Anderem um >>eine starke junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln<<.
Dem kann ich nicht ganz beipflichten, denn vornehmlich ist Blanca auf der Suche nach dem Verbleib und Schicksal ihrer Urgroßmutter, und das auch nur auf Bitten ihrer Großmutter. Sie selbst scheint nicht wirklich so interessiert zu sein — jedenfalls nicht ursprünglich.

Nach und nach entdeckt sie aber immer mehr Spuren, wobei ein Tagebuch ihrer Urgroßmutter eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Alles ist sehr rätselhaft, und es gelingt Blanca nur mithilfe zweier Freunde, das Geheimnis zu lüften.

Was ich ziemlich unlogisch fand, ist, dass weder ihr Urgroßvater noch ihre Großmutter nach Ende des Krieges nach Arequipa geflogen sind, um Nachforschungen anzustellen. Wenn es ihnen so wichtig war, hätten sie Mittel und Wege finden können.

Sehr schön beschrieben ist jedoch die Stadt als solches, die Farben, Gerüche, und Geräusche.

Nebenbei bekommt man auch noch etwas von der jüngeren Geschichte des Landes mit, von der ich bis dato keine Ahnung hatte.

Auch der immer noch währende Rassismus wird aufgezeigt, der seit der Eroberung durch die Spanier 1537 herrschte, und anscheinend noch immer herrscht.

Dieser Aspekt war für mich total überraschend, da ich mich vorher noch nie mit der jüngeren Geschichte Perus befasst hatte.

Er ist geschickt und überzeugend in die eigentliche Geschichte des Buches gewoben, so dass es insgesamt sehr lesenswert ist.
Vier von fünf Sternen
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