Ungelesen

Heute morgen flatterte eine email in mein Postfach, zu einer spontanen Testleserunde auf Literaturschock.

Ah, dachte ich, als ich den Klappentext las, ein Frankfurt Krimi, das ist für mich als Wahlfrankfurter ja eigentlich ein ‚Muss‘.  Aber es kam anders:

Als erstes stolperte ich über den entsetzlich dämlichen Namen des ermittelnden Kommissars: Jim Devcon. Rrrrriiiiight….

Ein türkischer Name wäre glaubwürdiger gewesen. Nächster Halt: Bischofsweihe im Kaiserdom!

Frankfurt ist kein Bistum, war es auch nie. Im St Bartholomäusdom sind vor Urzeiten Könige gewählt und Kaiser gekrönt worden. Er ist und war niemals eine Bischofskirche, und Frankfurt ist kein Bistum.

Nachlesen könnt ihr das unter anderem auf der Homepage der Stadt Frankfurt.

Die nächstgelegenen Bistümer sind Mainz , Limburg  (welches durch einen seiner Bischöfe zu trauriger Berühmtheit gelangte), und Fulda.

Was also macht man mit einem Krimi, der schon im Vorfeld einen so negativen Eindruck erweckt?

Ich werde die Finger davon lassen, obwohl der Krimi an sich vielleicht ganz gut ist. Ich käme aber über diese eklatante Unkenntnis und gefühlt schlechte Recherche nicht hinweg, und könnte das Buch von daher nicht genießen.

Habt ihr auch so Bücher, die euch von vornherein sagen: das wird nie was, das ist kein Buch für mich, das ist selbst geschenkt zu teuer, da Zeitverschwendung?

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