Rezension: Andreas Brandhorst – Das Schiff

Brandhorst_Schiff
Andreas Brandhorst: Das Schiff; Piper Fantasy; Broschiert, 544 S., €14,99

 

Inhalt:

Auf der Erde gibt es nur noch eine überschaubare Anzahl an unsterblichen Menschen, sowie eine sehr geringe Anzahl an sterblichen Menschen. Die intelligenten Maschinen sorgen für Alle und Alles.

Adam, einer der Sterblichen, ist ein Mindtalker der den Maschinen dabei hilft (mittels Gedankentransfer) weit draußen im Weltall nach der untergegangenen Kultur der Muriah zu suchen.

Dabei macht er eine folgenschwere Entdeckung, die alles, was er sein Leben lang geglaubt hat, in Frage stellt.

 

Meine Meinung: 

Normalerweise äußere ich mich nicht zum Cover, aber als eingefleischter Star Trek Fan fühlte ich mich von diesem magisch angezogen. Auch der Klappentext sprach mich an, also bewarb ich mich kurz entschlossen für die Blogtour zum Buch die heute (Montag, 05.10.2015) gestartet ist.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich tatsächlich einen Science Fiction Roman gelesen habe, üblicherweise konsumiere ich nur die televisuelle Kost.

Beim Lesen des Klappentextes dachte ich sofort an Avatar, und auch während des Lesens des Buches fühlte ich mich hier und da an bekannte Science Fiction Serien erinnert — aber damit hier kein falscher Eindruck entsteht — alles hier im Buch ist ganz anders als alles was ich bislang so kannte.

Natürlich gibt es Elemente ohne die kein guter Science Fiction Roman auskommt, von daher ist einem dieses oder jenes Prinzip schon vertraut, aber letztendlich kommt es darauf an, was der Autor damit macht; wie er es verpackt und anwendet.

 

Das ist in diesem Fall fantastisch gelungen. Das Prinzip der Mindtalker hat mich total fasziniert. Adam ist eine ungemein starke Persönlichkeit, und auch die anderen Charaktere sind sehr überzeugend, mit ihren Stärken und Schwächen, ihren Ecken und Kanten.

Es gibt diverse überraschende Wendungen und einen sehr überraschenden Schluss.

Das Buch ist intelligent, hat Witz (leider würde ich spoilern, verriete ich jetzt die Stelle, an der ich laut aufgelacht habe, so bissig war die Ironie dort), und hält einen bis zum Schluss in seinem Bann.

Etwas getrübt wurde mir der Lesegenuss nur durch die unglaublich vielen technischen Details.

Ich fand, sie schütteten den Inhalt ein wenig zu, und das wäre meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen. Ich persönlich muss nicht wissen, wie etwas funktioniert, mir genügt es in der Regel, dass etwas funktioniert, und dass ich jemanden kenne der weiß, wie es funktioniert, falls ich Probleme habe.  Andererseits hat Scifi vermutlich gerade wegen des technischen Aspektes viele Fans, und ich bin recht geübt darin, quer zu lesen wenn ich merke, dass etwas im Text nicht wirklich relevant für das Vorankommen der Handlung ist.

Allen Science Fiction Fans kann ich dieses Buch guten Gewissens ans Herz legen. Für Einsteiger, oder Leute, die in dem Genre nicht so recht bewandert sind, ist es vielleicht nicht so geeignet, aber das ist natürlich schwer einzuschätzen, schließlich gehöre ich nicht zu dieser Kategorie.

Fazit:

Ein Lesegenuss den ich unbedingt weiterempfehlen kann, die Ideenwelt hier ist großartig und sehr gelungen. Ich werde sicher noch andere Bücher dieses Autors lesen, ich bin jetzt total neugierig geworden.

 

Auf leserunden.de startet übrigens Ende Oktober eine autorenbegleitete Leserunde, also wer jetzt neugierig geworden ist kann sich dort ja mal anmelden.

Morgen geht es hier weiter mit der Blogtour zum Buch.

 

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4 Gedanken zu “Rezension: Andreas Brandhorst – Das Schiff

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