Scifi – Träumst du noch, oder fliegst du schon?

Milchstasse

Das Buch (Klappentext):

Seit tausend Jahren schicken die intelligenten Maschinen der Erde lichtschnelle Sonden zu den Sternen. Sie sind auf der Suche nach den Hinterlassenschaften der Muriah, der einzigen bekannten und längst untergangenen Hochkultur in der Milchstraße. Bei der Suche helfen die Mindtalker, die letzten sterblichen Menschen auf der Erde – nur sie können ihre Gedanken über lichtjahrweite Entfernungen schicken und die Sonden lenken. Doch sie finden nicht nur das technologische Vermächtnis der Muriah, sondern auch einen alten Feind, der seit einer Million Jahren schlief und jetzt wieder erwacht.

Nachdem ihr gestern den Start dieser Blogrunde für den Roman: „Das Schiff“ von Andreas Brandhorst inclusive Rezension auf  Maries Blog verfolgen konntet, geht es heute hier weiter.

Dieses Buch gibt viel her, und ich konnte mich bis zum Schluss nicht entscheiden, welchen Ansatz ich nehmen sollte. Deshalb hier jetzt etwas allgemeines zu  Science Fiction, Fliegen,  und Weltall.

Seit Jahrtausenden träumen die Menschen vom Fliegen: einer der frühesten belegten ‚Flieger‘ war sicherlich Ikarus, der mit dem von seinem Vater Dädalus konstruierten Flugmodell tragisch ums Leben kam. Aber nicht nur Sagen handelten vom Fliegen, Leonardo da Vinci entwarf diverse Flugmodelle, die Brüder Montgolgfier erfanden den Heißluftballon, und die Brüder Wright das erste Motorflugzeug.

Auch die Sterne und Planeten beschäftigten die Menschen seit Jahrtausenden; der bekannteste Stern in der christlichen Welt ist vermutlich der Stern von Bethlehem.

Sterndeutung war früher sehr wichtig, sie bestimmte den Alltag vieler Kulturen.

Was liegt näher, als den Wunsch, das Weltall und die Sterne zu erkunden, mit dem Wunsch zu fliegen zu verbinden?

Inzwischen gibt es hochleistungsfähige Fluggeräte, aber die Erforschung des Weltalls steckt noch in den Kinderschuhen. Es scheitert nicht nur an der fehlenden Technik, sondern auch an der Beschaffenheit des Menschen: wir sind einfach nicht für Schwerelosigkeit und Vakuum geschaffen. Der Fortschritt der Technik hat es immerhin möglich gemacht, Sonden auf den Mars zu schicken, und dort hat man kürzlich Wasser entdeckt. Trotzdem ist der Mensch noch weit davon entfernt, andere Planeten selbst zu besuchen. Es ist allerdings möglich, ins All zu fliegen, also wer sich diesen Traum verwirklichen will braucht inzwischen nur das nötige Kleingeld und schon kann es losgehen. Darum, aufgewacht; Schluss mit träumen, ab ins All.

Wem das Geld fehlt, der kann immerhin auf Science Fiction zurückgreifen, die mit ihren „technischen Errungenschaften“ diesen Wunsch nach dem Griff nach den Sternen bedient.

Das Genre ist seit Langem bekannt und beliebt. Wer hätte noch nichts von Jules Verne,  Robert A. Heinlein, Isaac Asimov oder Stanislaw Lem gehört? Sie alle hatten Zukunftsvisionen und entwarfen Technik, die in abgewandelter Form heute Realität ist. Der Mensch hat Flugzeuge, Raketen, U-Boote, wie z. B. in Jules Vernes: 20.000 Meilen unter dem Meer… vieles ist wahr geworden, was für die Menschen damals pure Science Fiction war, und auch den Menschen in 200 Jahren mag es einmal ähnlich ergehen, wenn sie Science-Fiction lesen die jetzt geschrieben wurde. Science Fiction muss auch nicht notwendigerweise im Weltraum spielen, man denke nur an Inception, was weder mit Weltraum, noch mit Aliens zu tun hat, sondern mit der Gedankenwelt spielt.

Nicht zuletzt dank Hollywood mit seinen berühmten Scifi-Fernsehserien haben wir schon ein paar Schritte in Richtung Zukunft gemacht.

Der Weltraum – unendliche Weiten… Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Diese Serie, erstmalig ausgestrahlt in 1966, setzte Maßstäbe und brach Tabus. Sie regte Kinder an,  Wissenschaftler zu werden um die Zukunftsvisionen Gene Roddenberry’s wahr werden zu lassen. Dazu gibt es diverse Artikel. Sie entwickelte sich außerdem immer weiter. Andere Serien kamen hinzu, jede hatte ihre Fans. Die Botschaften ähneln sich: der friedliebende Mensch ist entweder auf Forschungsreise um fremde Kulturen zu erforschen, oder er wird von bösen Außerirdischen angegriffen. Mitunter greift er auch selbst an. Also wie im richtigen Leben, nur, dass die Technik der Science Fiction noch ausgefeilter ist als wir es kennen, und es um komplette Planeten geht, und nicht um einzelne Völkergruppen.

Dennoch, dank Forschung haben wir heute Kommunikatoren (d.h. Handys), Türen die sich von selbst öffnen, Kampfdrohnen, … und Flüge ins All. Wie sagt doch ein Werbeslogan so treffend: Vorsprung durch Technik. Sie ist weder in der Science Fiction, noch in der realen Welt wegzudenken.

Natürlich ist das nicht unproblematisch, was in dem Buch sehr gut aufgezeigt wird.

Ob im Weltall, auf der Erde, oder unter Wasser: nur selten fehlt in der Science Fiction die Technik, die dem Menschen (und seinen Widersachern) ein vollkommen anderes Leben ermöglicht.

Science Fiction ist also nicht nur Traum und Schaum, sondern viel mehr. Der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt, aber die physikalischen Gesetze wurden noch nicht aufgehoben. Werden wir irgendwann da hin kommen? Wer weiß.

Und was davon erwartet euch in dem Buch?

Ein bisschen von Allem. Maschinen, starke Feinde, und viel Technik. Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass es einen Trailer gäbe, aber ich konnte nichts finden.

Egal, die Blogtour geht ja noch weiter: morgen (07.10) gibt es einen Beitrag über intelligente Maschinen; Donnerstag (08.10) erwartet euch ein Interview mit dem Autor, Andreas Brandhorst, und am Freitag (09.10) gibt es was auf die Ohren: ein Interview mit Carsten Polzin, dem Programmleiter von Piper Fantasy als Podcast.    All das wird euch hoffentlich Appetit machen. Meine Rezension könnt ihr hier lesen.

Es gibt auch etwas zu gewinnen: Gemeinsam mit Piper-Fantasy verlosen wir Science-Fiction Tassen und Examplare dieses wundertollen Buches.

Beantworte folgende Frage und du erhälst das zweite Wort (in Klammern hinter den möglichen Antworten) für deinen Lösungssatz, welchen du am Ende der Tour per Mail an info@literaturschock.de einschicken kannst (die Mail muss spätestens am Dienstag, 13.10.15 eingegangen sein).

Bei welchem Duo kam einer der Beiden beim Flugversuch ums Leben?

a)  Dädalus und Ikarus (Technik)

b) Brüder Montgolfier (Science Fiction)

c) Brüder Wright (Zukunftsvision)

Zur besseren Übersicht sind hier noch mal alle anderen Stationen auf einen Blick: 

05.10. Teilzeithelden (Rezension des Buches)

07.10. piranhapudel (Intelligente Maschinen)

08.10. Literaturschock (Interview mit Andreas Brandhorst)

09.10: Hysterika (Podcast: Jürgen im Gespräch mit Carsten Polzin, dem Leiter von Piper Fantasy)

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10 Gedanken zu “Scifi – Träumst du noch, oder fliegst du schon?

  1. Hallo und guten Tag,

    irgendwie eine interessante Vorstellung, was einem als Leserin da in dem Buch erwartet.

    Ich bin gespannt auf noch mehr.

    Hm, kurze Frage noch zum Gewinnspiel…ist das Wort für den Lösungssatz in der Klammer?

    Bitte um kleine Info dazu..Danke und LG..Karin..

    Gefällt 1 Person

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