Vorablesen

kaffeedieb
Tom Hillenbrand: Der Kaffeedieb; KiWi; erscheint am 10. März 2016

Heute habe ich mich mal wieder selbst übertroffen, mit meinem SuB wird das nie was.

 

Ich habe mich für eine Testleserunde beworben, für eine Leserunde, und für eine Hörrunde. Alles auf Leserunden.de respektive Literaturschock.

 

Zudem habe ich einen Account angelegt auf Vorablesen. Natürlich habe ich direkt eine Leseprobe heruntergeladen, und meine Leseeindrücke festgehalten. Dort kann ich sie allerdings nicht mehr veröffentlichen, da die Buchverlosung schon war, aber damit ich mir die Mühe nicht umsonst gemacht habe, stelle ich es hier ein.

Inhalt (Klappentext):

 

Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge. Ihr Name ist Kahve. Sie ist immens begehrt – und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol da-rauf. Und sie wachen streng darüber. Aber ein junger Engländer hat einen waghalsigen Plan: Er will den Türken die Kaffeebohnen abluchsen …

Lange haben die Europäer das Heidengebräu verschmäht und lieber Bier getrunken, aber am Ende des 17. Jahrhunderts verfällt Europa dem Kaffee. Philosophen in London, Gewürzhändler in Amsterdam und Dichter in Paris: Sie alle treffen sich in Kaffeehäusern und konsumieren das Getränk der Aufklärung.

Aber Kaffee ist teuer. Und wer ihn aus dem jemenitischen Mokka herausschmuggeln will, wird mit dem Tod bestraft. Der Mann, der es trotzdem wagen will, ist der junge Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou. Er hätte allen Grund sich umzubringen, nachdem er an der Londoner Börse Schiffbruch erlitten hat. Nur ein großes Geschäft, ein ganz großes, könnte ihn vor dem Ruin bewahren. Und so geht er aufs Ganze: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind immer mehr Mächte hinter ihnen her …

 

Mein Eindruck:

Normalerweise äußere ich mich nicht zum Cover, aber dieses hier ist sehr schön gestaltet und passt zum Thema. Man hat den Eindruck, das Gemälde eines alten holländischen Meisters vor sich zu haben. Man möchte direkt mit in See stechen.

Das Buch liest sich sehr flüssig, und es gibt einige Namen die mich lachen ließen, wie zum Beispiel „Nando’s“ — eine südafrikanische Schnellimbisskette, Mansfield, das nicht nur ein Ort in Nottinghamshire ist, sondern auch der Name einer Autorin (Catherine Mansfield), sowie der Name eines Jane Austen Romans (Mansfield Park); und Little Britain, welches zwar wirklich eine Straße in London ist, aber auch der Name einer britischen Comedyserie. Ob das vom Autor so beabsichtigt war, sei mal dahingestellt, aber bei mir wurden die Assoziationen hervorgerufen, und sie amüsierten mich.
Zudem gibt es eine Menge Begriffe die zu der damaligen Zeit und Mode passen (nicht jeder Begriff war mir vertraut, aber vielleicht hat das Buch ein Glossar am Ende?). Hier zeigt sich die Liebe zum Detail, die oft so sehr viel ausmacht, da sie die Stimmung sehr gut einfängt, und eine Menge Bilder im Kopf entstehen lässt.

Es geht spannend los, und die Geschichte faszinierte mich von der ersten Seite an. Ich liebe historische Romane, und dieser kommt mit einer tollen Idee daher und ist ausgezeichnet recherchiert.
Ich habe schon eine Menge gelernt, denn wenn mich etwas interessiert recherchiere ich gern selbst ein bisschen. So wusste ich zum Beispiel nicht, das Spitalfields für seine Seidenweber bekannt war; ich kannte es bislang nur als Elendsviertel Londons, in dem unter anderem Jack the Ripper sein Unwesen trieb.

Auch dass es einen Kampf um den Kaffee gegeben hat, war mir nicht bewusst. Inzwischen weiß ich, wer das Rennen gemacht hat, aber ich lasse mich einfach mal vom Roman überraschen, wie das bewerkstelligt wurde.

Natürlich sind nach nur knapp 60 Seiten noch diverse Fragen offen, doch es wäre langweilig, wenn das nicht der Fall wäre. Es scheint schon ein paar Zeitraffer zu geben, aber der Eindruck mag täuschen, der Roman hat noch ca 400 Seiten auf denen noch eine Menge erklärt werden kann — und sicher auch wird.

Es ist ein Roman den ich auf jeden Fall lesen oder hören werde — eine Hörbuchfassung scheint auch geplant zu sein, und wenn sie ungekürzt ist, werde ich es wohl eher hören, als lesen.

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