Amazon in den Schlagzeilen – Mal Wieder

lesen

 

Seit einiger Zeit beziehe ich den Newsletter von lesen.net und da gibt es mehrmals die Woche Angebote für preisreduzierte oder auch kostenlose ebooks (zeitlich begrenzt). Diese Angebote erstrecken sich über die oben abgebildeten Plattformen, ich kann also aussuchen, bei welchem dieser Händler ich mein reduziertes/freies ebook beziehen möchte.

Kürzlich gab es folgende Aktion auf Amazon:

illuminati

Warum die anderen Plattformen nicht beteiligt waren ist mir nicht bekannt. Es sieht aber so aus, als ob dies ein Angebot für Kunden war, die die ‚richtigen‘ Newsletter abonniert haben.

 

Wie auch immer, jetzt ist die K***e am dampfen: die Buchhandelsgenossenschaft eBuch hat ein Problem damit. Lies hierzu den Artikel auf lesen.net.

Also 600 deutsche Buchhandlungen finden es plötzlich nicht rechtmäßig, dass ebooks verschenkt werden. Natürlich nur, wenn es Amazon ist, welches die Bücher verschenkt, denn Amazon ist der Feind. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, wie viele Ebuchverkäufe von Illuminati diesen 600 Buchhändlern durch die Aktion durch die Lappen gegangen sind. Meine Vermutung ist, dass es gegen 0 tendiert, denn, mal ehrlich: wie viele Leute wären ausgerechnet im Aktionszeitraum auf die Idee gekommen, dieses ebook bei einem der 600 Buchhändler zu kaufen? Kaufen die Leute nicht sowieso bei Amazon? Das ist vermutlich der Knackpunkt: Amazon hat ein mega erfolgreiches Konzept entwickelt während der deutsche Buchhandel noch Dinosauriereier ausbrütet. Um Amazon irgendwie in die Suppe zu spucken, wird gegen Amazon gehetzt wo sich auch nur die geringste Möglichkeit bietet. Sollte die Sache vor Gericht gehen, könnte das weitreichende Konsequenzen haben.

 

Lieber deutscher Buchhandel: macht euch doch nicht lächerlich! Mit der Buchpreispindung, an der ihr so starr festhaltet, verliert ihr seit Jahren KundINNen. Öffnet euch. Vergrößert euer Angebot.

Haltet nicht starr an irgendwelchen überholten Regelungen fest.

Die Welt ist offen. Ich brauche nicht mehr auf eine überteuerte Übersetzung in festem Einband zu warten, wenn ich eine Neuheit lesen möchte. Ich lade mir das ebook herunter; wenn möglich, im Original.

Und wenn ich ein Angebot sehe für ein preisreduziertes oder gar kostenloses Buch, dann werde ich gegebenenfalls auch davon Gebrauch machen. Auf welcher Plattform ist mir (noch) egal, ich habe für jedes Format den passenden ebook reader. Aber wenn ihr euch weiterhin aufführt wie Cretins, anstatt euren AutorINNen und LeserINNen attraktive Angebote zu unterbreiten, werde ich euch den Rücken zukehren. Ich habe auf dieses Kindergartengehabe keine Lust mehr.

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Amazon in den Schlagzeilen – Mal Wieder

  1. Du sagst es! Ebooks sind teil der Zukunft und wenn man zur Kundengewinnung kurzzeitig kostenlose ebooks anbietet dann ist das doch rechtmäßig, egal für wen. Nur weil Amazon für viele ein Feindbild ist gint es diese Aufregung.

    Gefällt 1 Person

    1. Natürlich möchte ich einen gesunden Wettbewerb, denn nur einen Anbieter zu haben ist ungesund. Aber dem Buchhandel wird eine Kundenbindung so sicher nicht gelingen. Ich frage mich, wann die endlich aufwachen werden und etwas dafür tun, dass man bei ihnen einkauft. Solche Sachen ziehen nicht, damit entfremdet man die potentiellen Kunden höchstens. 🙂

      Gefällt 1 Person

A Penny for your Thoughts

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s