Rezension – Antoinette Lühmann: Dragonfly

Antoinette Lühnemann: Dragonfly; Hardcover, Coppenrath Verlag, 413 S., €16,95
Antoinette Lühmann: Dragonfly; Hardcover, Coppenrath Verlag, 413 S., €16,95

Etwas ist faul im Staate Dänemark.

Inhalt:

Unter der Regierung des jungen ‚Königs‘ Børge geht es dem Land immer schlechter. Das Land ist gespalten, Königstreue, Rebellen, Wanderer, Soldaten: jeder hat eigene Ziele. Die magischen Wesen verschwinden, Technologie gibt es fast nicht. Zu dieser Zeit erfährt Charlotte beim Trivium ihre Bestimmung und gerät dadurch zwischen die Fronten. 

Hilfe bekommt sie von Fynn (der auch eigene Ziele verfolgt), sowie ein paar anderen Leuten.

Nach und nach erfährt Charlotte, warum jeder etwas von ihr will, und sie setzt sich zur Wehr.

Meine Meinung: 

Das Jugendbuch Dragonfly – Finde deine Bestimmung ist sehr schön gestaltet und spricht allein durch das Cover schon an.

Die Geschichte ist schlicht, aber dennoch spannend erzählt, der Schreibstil flüssig. Angesiedelt ist die Geschichte im Norden — wenn ich nach den Ortsnamen gehen kann, vermutlich in Dänemark.

Die verschiedenen Fraktionen treiben das Land in den Ruin, zumal sie alle magischen Wesen jagen, und Menschen mit magischen Fähigkeiten genauso gnadenlos gejagt und entführt werden wie Elfen, Drachen, oder Zwerge.

Charlotte sieht sich mit einer Situation konfrontiert, der sie sich nicht gewachsen fühlt. Zum Glück bekommt sie Hilfe, aber wem kann sie wirklich trauen? Nichts ist, wie es war, und sie fühlt sich verloren und beraubt.

Es wird anschaulich beschrieben, wohin es führt wenn Obrigkeitsgehorsam den normalen Menschenverstand ausschaltet, und wenn die Forschung keine Rücksicht auf Verluste kennt.

Irgendwie laufen alle Fäden bei Charlotte zusammen, und es liegt an ihr, ihr Land zu retten.

Irgendwo kreuzen sich die ganzen verschiedenen Fraktionen, und Charlotte ist mitten drin.

Sie muss es aber nicht allein durchstehen, das wäre dann auch etwas viel verlangt gewesen.

Die Idee ist nett und gut umgesetzt, wenn mir auch nicht klar wurde, wie das Verschwinden der Magie und die Verarmung der Bevölkerung ursächlich zusammenhängen. Es wird erklärt, warum bestimmte Dinge nicht mehr zu haben sind, aber wieso die Leute hungern leuchtete mir nicht ein.

Auf die magischen Wesen und ihre Fähigkeiten wird eher am Rande eingegangen, der Fokus liegt auf Charlotte, und Elfen, Drachen, Zwerge, etc sind lediglich Statisten. Charlotte macht eine Wandlung durch, aber so richtig vertieft wird diese nicht. Überhaupt sind die Charaktere nicht besonders vielschichtig oder tiefschürfend, die Handlung wird sehr schnell vorangetrieben, da bleibt keine Zeit für eine ausführliche Entwicklung der Charaktere. Das ist schade, denn so richtig berührt hat mich die Geschichte nicht. Es gibt immerhin eine Figur, die so richtig unsympathisch ist, aber keine, mit der ich wirklich mitgefiebert hätte.

Ich hätte es schön gefunden, zu erfahren, was es mit den Lichtern, Kältesteinen und anderen Gegenständen, die erwähnt werden, auf sich hat, und der eine oder andere Charakter wäre auf jeden Fall einer gründlicheren Beschreibung wert gewesen.

Fazit:

Wer sich in Dänemark mal ein bisschen mit Soldaten, Rebellen, Hexen, Zwergen etc herumschlagen möchte wird mit dem Buch ein paar vergnügliche Stunden verbringen.

 

 

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