Rezension: Ursula Poznanski – Elanus

elanus
Ursula Poznanski: Elanus; Loewe; Brochur; 413 S.; €14,95

Inhalt:

Jona ist ein 17-jähriger Geek der mit großem mathematischen und technischen Wissen aber defizitärem Sozialverhalten. Als er ein Stipendium an einer Elite Uni erhält ist er aufgeregt, wenngleich er auf Wunsch seiner Eltern bei einer Familie leben soll, da sie ihm nicht zutrauen, mit seinen Kommilitonen klar zu kommen.

Jona entspricht anfangs den Erwartungen seiner Eltern und fällt an der Uni direkt unangenehm auf, obwohl er sich Mühe gibt, sich in das Familienleben einzufügen. Die Familie wirkt anfangs spießig, aber nach und nach wird sie immer unheimlicher. Jona fühlt sich bald bedroht und ausspioniert, dabei ist er derjenige, der alle anderen ausspioniert, und zwar mit seiner Drohne Elanus.

Zum Glück hat er es geschafft, doch ein paar Freunde zu finden, aber kann er sich auf die verlassen?

Meine Meinung:

 

Wie in ihren anderen Büchern schafft es die Autorin auch hier, eine bedrohliche, geheimnisvolle Atmosphäre herzustellen, und zwar mit einfachsten Mitteln. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit über aufrecht erhalten, der Leser wird immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen.

Ich muss zugeben, dass es mir nicht leicht fiel, mich in Jona hineinzuversetzen, erstens bin ich aus dem Alter längst raus, zweitens bin ich kein Junge, und drittens bin ich kein Wunderkind. Im richtigen Leben könnte ich mir so einiges nicht vorstellen, was im Buch beschrieben wird, aber bei Fiktion ist mein Maßstab doch wesentlich großzügiger, und wenn man sich darauf einlässt, ist alles irgendwie schlüssig. Jona schießt eben ständig hoch über das Ziel hinaus, aber das ist stimmig mit dem Charakter, den er darstellt.

Die Lösung war vollkommen überraschend. Man hatte zwar die Vermutung, dass eine bestimmte Sache mit allem zusammenhing, aber keinen Schimmer wie, und warum.

Die Charaktere der Hauptdarsteller werden gut beschrieben, und sie alle machen eine Entwicklung durch, insbesondere Jona, der es auch am nötigsten hat. So ist er einem am Schluss nicht mehr ganz so unsympathisch wie am Anfang, aber Lieblingspotential hat er nicht.

Wer nach einem spannenden Jugendbuch sucht kann hier bedenkenlos zugreifen.

 

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3 Gedanken zu “Rezension: Ursula Poznanski – Elanus

  1. Das klingt gut. Die Autorin wird ja auch auf der Frankfurter Bcchmesse sein und ihr Buch dort vorstellen. Deswegen habe ich schon darüber nachgedacht, mir das Buch auch zu kaufen. Wobei ich bisher kein einziges Werk von ihr gelesen habe, obwohl ich darüber schon seit der letzten Buchmesse in Frankfurt nachdenke. Das wäre vielleicht mal ein passender Anlass und bisher habe ich viel Gutes über „Elanus“ gelesen. 🙂

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    1. Ich habe mir letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse alle Bücher signieren lassen. Elanus ist aus meiner Sicht nicht das Beste, aber immer noch gut. Die Trilogie fand ich klasse (Rezi des dritten Bandes ist hier: https://seitenwinde.wordpress.com/2014/07/19/ursula-poznanski-die-vernichteten/ Wenn du die nicht alle kaufen willst, könnte ich mir vorstellen, dass sie in der Bücherei vorhanden sind. Erebos war auch ganz große Klasse, desgleichen Saeculum und Layers (welches letztes Jahr rausgekommen ist)

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