Kindle Fire: Text to Speech ‚Cheat‘

kifi

Ich bin tatsächlich letztens schwach geworden und habe mir einen Kindle Fire HD 8 bestellt. War für Prime Mitglieder günstiger. Da ich in letzter Zeit viel mit der Bahn unterwegs bin, was jedesmal bedeutet, dass ich mehrere Stunden pro Tour im Zug sitze, und mir derLaptop eigentlich zu groß und zu schwer ist, dachte ich, ich schlage ein paar Fliegen mit einer Klappe.

Mein Geburtstag steht demnächst eh an, da konnte ich meiner Familie gleich sagen, worein sie investieren dürfen, wenn sie möchten.

Eines der Features von Kindle Fire ist ‚Text to Speech‘. Das bedeutet, ich kann mir jetzt alle meine ebooks vorlesen lassen während ich handarbeite — oder so dachte ich.

Mit den Sprachen hat sich seit der Kindle Keyboard Generation gewaltig was getan. Als mein Kindle Keyboard noch funktionierte habe ich schaudernd auf das Text to Speech Feature verzichtet, diese Computerstimme war einfach zu gruselig.

Inzwischen kann man diverse unterschiedliche Stimmen installieren, in diversen Sprachen und Akzenten.

Ich ließ mir also direkt ein Buch vorlesen, und Marlene tat das wirklich gut, wenn sie auch die Angewohnheit hatte, einige Worte englisch auszusprechen, zum Beispiel nicht Bad (wie Badezimmer) zu sagen, sondern englisch bad (wie schlecht, böse).

Ich fand es aber nicht weiter schlimm, aus dem Kontext geht ja hervor, was gemeint ist, und im Zweifelsfalle kann man rasch mal einen Blick auf den Text werfen.

Anschließend hat mir Amy dann ein englisches Buch vorgelesen, und jetzt  wollte ich wieder ein deutsches Buch hören.

Pustekuchen. Text to Speech ist nicht aktiviert. Hmm. Also ein anderes deutsches Buch geöffnet: kein Text to Speech. Wie ärgerlich. Ich fing also an zu recherchieren, woran das wohl liegen könnte, etwa an den deutschen Verlagen? Wundern würde es mich nicht, denn als ich auf der Frankfurter Buchmesse eine Mitarbeiterin von Tolino fragte, ob es iregndwann etwas vergleichbares zu Amazons Whispersync geben würde, beschied sie mich mit der Antwort, das sei nicht geplant, schließlich sei ein ereader ja zum lesen da. Klar. Ein Auto ist zum fahren da, aber das heißt doch nicht, dass es keinen Komfort haben darf, oder?

Bei der Einstellung wundert es mich natürlich nicht, dass der deutsche Buchhandel immer nur Amazons Rücklichter zu sehen bekommt.

 

Aber ich schweife ab. Nachdem ich diverse Suchkombinationen probiert hatte, fand ich endlich, wonach ich suchte, und zwar auf einer der vielen Amazon Hilfeseiten:

 

Text-to-Speech

Text-to-Speech ist eine Beta-Funktion, mit der Sie Kindle eBooks auf Ihrem Gerät anhören können. Wenn Text-to-Speech in Ihrem eBook aktiviert ist, wird Ihnen Ihr Gerät den Text des Buchs vorlesen.

Text-to-Speech ist nicht für alle Titel im Kindle-Shop verfügbar. Wenn Text-to-Speech für Ihren Titel verfügbar ist, ist dieser auf der Produktseite im Kindle-Shop durch den Zusatz „Text-to-Speech: Aktiviert“ gekennzeichnet. Text-to-Speech ist nur für englischsprachige eBooks verfügbar.

 

Aha, also nicht Sache der deutschen Verlage, sondern ein Amazon Ding! Aber, Moment mal! Ich hatte doch ein deutsches Buch vorlesen lassen, wie hatte ich das denn angestellt? In der Kindle app nach dem Buch gesucht: — nicht vorhanden. Merkwürdig.

 

Und dann fiel es mir ein: dieses Buch hatte ich in die Dokumente gesteckt. Also flugs den Kifi an den PC angeschlossen und andere deutsche Texte in die Dokumente geschoben. Und siehe da, sie werden mir vorgelesen. Das funktioniert übrigens nicht mit jedem Buch, zum Teil bekommt man die Ansage, dass das Buch nicht geöffnet werden könne, weil es DRM geschützt sei. Das finde ich zwar lachhaft, schließlich habe ich diese Bücher bei Amazon für Kindle gekauft, aber OK. Die eigenen Dokumente haben eben einen anderen Status als offizielle Kindle Dokumente, und in der Kindle app kann ich sie problemlos öffnen — nur eben nicht vorlesen lassen, wenn es deutsche Bücher sind.

Falls ihr es ausprobieren wollt kann ich euch übrigens von Hans abraten. Die Version ist nicht besonders gut gelungen, Marlene hört sich deutlich netter und natürlicher an. Demnächst werde ich dann Brian ausprobieren…

 

 

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