Rezension – Mari Griffith: Das Geheimnis der Königin

 

 

Mari Griffith: Das Geheimnis der Königin (orig: The Root of the Tudor Rose, übersetzt von Cécile Lecaux); ebook, 405 S., Bastei Lübbe, Mai 2018; 6,99€

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist leichte Lektüre für historisch interessierte LeserInnen.

Es lebt von vielen kleinen Details über Sitten und Gebräuche, auch wenn sich diese nicht so ohne weiteres verifizieren lassen.

Der Schreibstil ist angenehm, aber stellenweise sehr Husch-Husch, so dass einem die Hauptfiguren emotional fernbleiben.

Die ersten 2/3 des Buches sind sehr interessant, aber es wird vieles erwähnt was dann nie wieder aufgegriffen und erklärt wird.

Wenn man mehr wissen möchte, muss man selbst recherchieren. Dankenswerter Weise gibt die Autorin am Anfang des Buches die (für diese Geschichte) wichtigsten Stammbäume an, und am Ende des Buches gibt es einen historischen Überblick mit weiterführenden Links.

Wer hier auf ein Romanze, oder wenigstens gefühlvolle Beschreibung der heimlichen Ehe Catherines mit Owen Tudor hofft, wird bitterlich enttäuscht werden.
Für mich kam zwar die Atmosphäre der machtlosen Frauen (und seien sie auch Königin von England), und die Unterdrückung der Waliser herüber, aber Catherine, Owen, und auch Heinrich blieben mir fern.
Da alles so im Zeitraffer geschrieben ist konnte ich keine wirkliche Beziehung zu den Figuren aufbauen, auch wenn deutlich wurde wie sehr sie alle gelitten haben.

Als leichte Lektüre kann ich es empfehlen, aber wer tiefer eintauchen möchte wird bei diesem Buch zu kurz kommen.

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.