Rezension:Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Andreas Brandhorst: Ewiges Leben, Piper Verlag, ebook, 704 S., €14,99

Inhalt:

Die Firma Futuria, gegründet mit der hehren Idee das Leben für die Menschheit zu verbessern, Krankheiten auszumerzen, und letztendlich den Menschen zur Unsterblichkeit zu verhelfen, hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, und die Ziele haben sich geändert. Dies ist allerdings nicht offensichtlich, offiziell wird weiterhin daran gearbeitet, die ursprünglichen Ziele zu verwirklichen.

Die Journalistin Sophia wird von Futuria engagiert um anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums ein Firmenporträt zu erstellen.

Bei einer Feier kommt es zu einem Zwischenfall, und Sophia und ihr Kollege Borris untersuchen die Hintergründe.

Plötzlich finden sie sich in einem Sumpf aus Intrigen wieder.

Derweil sind Futurias Gegner auch nicht untätig, und alles läuft auf einen großen Showdown hinaus dessen Gewinner nicht feststeht.

Meine Meinung

Mit ‘Ewiges Leben’ ist Andreas Brandhorst ein großartiger, brandaktueller Thriller gelungen, der es wieder mal schafft heiße Eisen anzupacken und zum Nachdenken anzuregen, ohne dabei zu moralisieren.

Der Spannungsbogen wird konstant aufrechterhalten — was bei über 700 Seiten eine großartige Leistung ist.

Das Buch liest sich einfach so weg, man merkt die Länge überhaupt nicht, denn die Szenen und Protagonisten wechseln ständig, wobei alle quasi aufeinander zulaufen.

Sympathien und Antipathien die man im Laufe des Buches entwickelt muss man überdenken, denn es ist nicht alles so, wie es scheint.

Technische oder wissenschaftliche Kenntnisse braucht man nicht, um das Buch zu verstehen. Alles wird so erklärt, dass man jederzeit im Bilde ist.

Interessanterweise hat die Wirklichkeit die Fiktion in einigen Bereichen schon eingeholt, was doch irgendwie erschreckend ist.

Natürlich ist uns allen bewusst, dass die schöne neue Welt auch Schattenseiten hat, aber im Allgemeinen verdrängt man das. Im Buch werden wir mit den Schattenseiten konfrontiert und müssen uns damit auseinandersetzen.

Es ist ein tolles Buch, großartig recherchiert, sehr flüssig geschrieben, und absolut empfehlenswert.

Übrigens ist die Hörbuchvariante, gelesen von Richard Barenberg, auch sehr zu empfehlen. Richard Barenberg liest die Geschichte großartig. Leider ist die Kapiteleinteilung des Hörbuches absolut willkürlich, so dass man nicht ohne weiteres zwischen Buch und Hörbuch hin- und herspringen kann.

Vielen Dank an Leserunden.de und Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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