Ritterschlag durch Twittertag

 

Ja, ich wollte gerne, dass es sich reimt — zumindest wenn man es deutsch ausspricht.

 

Heute habe ich  mal kein Buch beendet, daher auch keine Rezension. Dafür waren es gestern drei, und da habe ich dann tatsächlich mal ein paar Tweets abgesetzt. Ich muss gestehen, ich nutze Twitter nur gelegentlich, und dann in der Regel falsch, da ich permanent die so wichtigen hashtags vergesse…

Immerhin habe ich gestern aber bei einer Rezension den Verlag und das Forum eingefügt, denen ich dieses wunderschöne Buch zu verdanken hatte.

Die beiden anderen Bücher waren englisch, und ich hatte mir nicht die Mühe gemacht, nach den entsprechenden Autorenaccounts auf Twitter zu suchen.

Überraschenderweise hat mich aber einer der Autoren tatsächlich selbst ‘gefunden’ — ich vermute mal, das gibt es eine Software, die anspringt, sobald ein bestimmter Ausdruck (z. B. der Name) irgendwo getweetet wird.

 

Wie auch immer, es hatte zur Folge, dass dieser Autor auf meinen Tweet reagierte (siehe Bild oben) — was natürlich zur Folge hatte, dass mehr Menschen ihn zu Gesicht bekamen. Es brachte meinem Blog (und der Rezension) tatsächlich einen zusätzlichen Besucher. 😉

Anders dagegen der Tweet der an Verlag und Forum rausging: er brachte gestern UND heute diverse Leute zu meinem Blog. Und als ob das nicht schon ein großartiger Erfolg wäre, entdeckte ich heute rein zufällig dies:

 

Empfohlen von Literaturschock. Falls das stimmt, und hier nicht Retweet mit Empfehlung verwechselt wird, betrachte ich das mal als meinen Ritterschlag, denn Suse von Literaturschock legt sehr großen Wert auf Qualität und würde niemals leichtfertig eine Empfehlung aussprechen.

Aber vielleicht war dem Veröffentlicher der Retweet genug, und es hat mit Empfehlung gar nichts zu tun. Egal, dieser Tweet hat sicherlich die meisten Reaktionen bekommen, die je ein Tweet von mir bekam.

Also, Notiz an mich: nutze Twitter, benutze Hashtags, adressiere Verlage und Autoren sowie Literaturschock. 😉

Advertisements

Ein Abend für die ganze Stadt: 20 Jahre Schöffling Verlag

impressionen
Kurz vor Beginn der Veranstaltung

Unter dem Motto: 20 Jahre Schöffling Verlag – “Ein Abend für die ganze Stadt” lud der Frankfurter Verlag am Donnerstag, 11. September 2014 zu Lesungen in verschiedenen Buchhandlungen ein.

Die Berger Bücherstube konnte gleich mit vier Lyriker(inne)n aufwarten. Zusätzlich war noch die Verlagsmitarbeiterin Carolin Callies (im Bild Vordergrund) zugegen, die den Verlag, seine Ziele und Errungenschaften vorstellte und  ein paar Erläuterungen zu den einzelnen Autor(inne)n gab.

Ich hatte hin- und her überlegt, ob ich der Veranstaltung beiwohnen sollte, denn Lyrik ist ja immer so eine Sache.

Schlussendlich bin ich dann gegangen, und es war eine kurzweilige gute Stunde.

 

Alle anwesenden Autoren haben diverse Preise für ihr Werk gewonnen.

Den Anfang machte Silke Scheuermann. Sie las aus ihrem Buch Skizze vom Gras.

Entweder war sie so unorganisiert wie ich (ich vergaß, ein Photo zu machen während sie las), oder sie hatte ihre Lesezeichen verloren, oder sie ist sehr spontan und entschied ad hoc welche Gedichte sie vortragen wollte; jedenfalls blätterte sie viel und hektisch in ihrem Buch, was ich ein bisschen irritierend fand.

Egal, die Gedichte gefielen mir recht gut.

 

silke_scheuermann_hoert_zu
Silke Scheuermann lauscht der Lesung ihrer Kollegin

Anschließend las Karin Kiwus aus ihrem Sammelband Das Gesicht der Welt.

Diese Gedichte regten schon ziemlich zum Nachdenken an, aber natürlich war in dem Moment keine Zeit dafür.

karin_kiwus_liest
Karin Kiwus liest aus ihrem Sammelband: Gedichte der Welt

Danach ging es weiter mit der jüngsten Autorin, Nadja Küchenmeister, welche aus ihrem Buch Unter dem Wacholder las.

Auch diese Gedichte waren sehr schön. Wie die der beiden Vorgängerinnen erzeugten sie Bilder im Kopf. Auch hier war ich nicht ganz auf Draht, so dass ich erst später ein Photo machte.

nadja_kuechenmeister
Nadja Küchenmeister lauscht ihrem Kollegen

 

Den Schluss bildete der einzige Mann in der Runde (es waren auch unter den Zuhörern nur wenige Männer), Ron Winkler.

Er las aus seinem Werk Prachtvolle Mitternacht. Ich muss gestehen, dass die meisten  mir überhaupt nichts gaben. Bei einem hatte er das Wort “Schnee” durch “Milch” ersetzt, wie er sagte, aber auch wenn ich Schnee einsetzte ergab das Ganze für mich überhaupt keinen Sinn. Nur das letzte Gedicht erzeugte Bilder in meinem Kopf. Die anderen klangen zum Teil zwar ganz   schön, ließen mich aber kalt.

ron_winkler
Ron Winkler liest aus seinem Band: Prachtvolle Mitternacht

Es war ein gelungener Abend, anschließend gab es noch Wein, Wasser und Cracker für den der mochte. Natürlich konnte man auch die Bücher kaufen und direkt signieren lassen, aber so überzeugt war ich dann doch nicht, dass ich das gemacht hätte.

 

Stattdessen habe ich mir zwei andere Bücher gekauft (am nächsten Tag, sonst wäre ich mir doch etwas komisch vorgekommen).

Irgendwann werde ich dann hoffentlich dazu kommen diese Bücher auch zu lesen.