Rezension: Hanna Caspian – Gut Greifenau – Nachtfeuer

Hanna Caspian: Nachtfeuer (Gut Greifenau 2), Knaur TB, 560 S., ebook, €9,99

Inhalt:

Die Familie Auwitz-Aarhayn und ihre Bediensteten durchleben die Zeit des ersten Weltkrieges. Aufgrund ihrer Lage geht es ihnen noch vergleichsweise gut, wenngleich sich auch auf dem Gut die Lebensmittelknappheit bemerkbar macht.

Nikolaus ist im Krieg, Konstantin ist mit einer Verletzung und einer Kriegsneurose auf das Gut zurückgekehrt, Alexander ist aus der Schule zurück, und für Katharina hat sich nichts verändert. Ihre Mutter hält nach wie vor an ihren Heiratsplänen für sie fest.

Einige der Bediensteten wurden eingezogen, die anderen wursteln mehr oder weniger unverändert vor sich hin.

Mit Fortschreiten des Krieges wird die Situation für alle immer bedrohlicher, es gibt aber auch Lichtblicke.

Meine Meinung

Mit ‘Nachtfeuer’ hat Hanna Caspian eine gelungene Fortsetzung der Gut Greifenau-Saga geschrieben.

Die Charaktere entwickeln sich weiter — einige so, wie man es erwartet, andere können überraschen.

Es gelingt Hanna Caspian die Figuren so plastisch darzustellen, dass man mit fiebert.

Man freut sich mit Albert und Wiebke, ist empört und abgestoßen von Feodora, Anastasia, und einigen anderen, empfindet durchaus ein bisschen Schadenfreude für Adolphis, und hofft und bangt besonders für Konstantin und Katharina.

Im Vordergrund steht die Familie mit ihren Bediensteten, aber auch einige Dorfbewohner mischen mehr oder minder kräftig mit.

Alle haben so ihre kleinen oder großen Geheimnisse, und der Krieg ist nicht gerade zuträglich.

Überhaupt ist der erste Weltkrieg sehr gut in die Geschichte eingewoben: er wirkt sich natürlich auf die Geschicke aller aus, steht aber nicht im Vordergrund.

Durch diese Verquickung von Krieg und Familienschicksale bekommt man einen sehr guten Eindruck von den Umwälzungen, die der erste Weltkrieg für das gesamte Land mit sich bringt.

Ich würde den Roman daher nicht unbedingt als historischen Roman einordnen, er ist aber durch den historischen Kontext besonders interessant und vermittelt einen sehr guten Eindruck davon, wie es den Deutschen während des Krieges so gegangen ist.

Das Buch endet mit einem ‘Cliffhanger’, aber da der dritte Band inzwischen vorliegt, kann ich es verzeihen. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Trilogie, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Konstantin und Katharina weitergeht. Können sie dem Schicksal entkommen, das andere für sie vorgesehen haben?

Wer gerne Familiengeschichten liest und auch historisch interessiert ist, dem kann ich diese Trilogie nur ans Herz legen.

Der Schreibstil ist flüssig, und das Buch liest sich so weg, man merkt gar nicht, dass es über 500 Seiten sind.

Und jetzt habe ich eine Verabredung mit der Morgenröte…

Ich möchte mich bei Knaur für das Leseexemplar bedanken, sowie bei Literaturschock und Hanna Caspian für die Lese- und Diskussionsrunde.

Rezension: Andreas Eschbach – NSA (Audio)

Andreas Eschbach: NSA, Sprecherin: Laura Maire, Lübbe Audio, 22:15Std; 16,99€ ISBN: 9783838789156

 

Inhalt:

Wir befinden uns im Deutschland des Jahres 1942. Hitler hat das deutsche Volk vollkommen unter Kontrolle, nicht zuletzt dank ausgereifter Computertechnologie, welche eine lückenlose Überwachung eines jeden Bürgers ermöglicht.

Helene ist eine Programmiererin, und eine sehr gute dazu. Sie schreibt mit Feuereifer alle möglichen Programme, ohne sich über deren Konsequenzen im Klaren zu sein.

Nach und nach geht ihr jedoch auf, dass ihre Programme dazu beitragen versteckte Juden und andere Flüchtlinge aufzuspüren, und da ein geliebter Mensch zu dieser Gruppe gehört, muss sie auf Wege sinnen, ihn zu schützen.

Um ihn zu retten geht sie einen Deal ein…

Meine Meinung:

Dies ist ein großartiges Buch. Sehr verstörend, da ist man froh, dass Hitler noch keine Computer und heutige Technologie zu seiner Verfügung hatte. Er hat ja schon mehr als genug Schaden angerichtet mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen. Nicht auszudenken, was er heutzutage gemacht hätte — aber halt, genau das hat Andreas Eschbach ausgedacht.
Und es ist schrecklich.
Es ist auch beunruhigend, dass wir heutzutage so viel online machen. Unsere ganzen Daten sind dort, für alle Welt zum Missbrauch zugänglich, denn wir (bzw unsere Daten) sind auch nur so gut geschützt wie die Server auf denen sie liegen — und die werden ja ständig spektakulär gehackt.

Und obwohl ich mir all dessen bewusst bin, empfinde ich es als angenehm. dass ich z.B. meinen Stromzählerstand online übermitteln kann.
Im Grunde, und besonders nach Lektüre dieses großartigen Romans, sollte man sagen: wehret den Anfängen — aber natürlich rechnet niemand wirklich damit, dass seine Daten derart missbraucht werden.

Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, und ich wünschte mir, dass es ins Englische übersetzt würde, damit viel mehr Leute es lesen könnten.

Laura Maire als Sprecherin hat ihre Sache großartig gemacht — sehr eindringlich, ohne theatralisch zu sein.
Ein fantastisches Hörerlebnis.

Rezension: Michael Kibler – Treueschwur

Michael Kibler: Treueschwur, Piper; Taschenbuch; 384 S.; €13,00

Klappentext:

Während eines Kongresses der Gerichtsmediziner in Darmstadt wird bei Renovierungsarbeiten im Kongresszentrum ein Schädel gefunden. Steffen Horndeich und Leah Gabriely von der Mordkommission finden heraus, dass der Besitzer des Schädels vor sehr langer Zeit verstorben sein muss. Ganz anders sieht es bei den Skelettresten aus, die wenig später in einem Waldgebiet auftauchen: Das Mordopfer kann noch nicht so lange tot sein. Schon die Feststellung der Identität wird zu einem komplexen Puzzlespiel. Und dann mehren sich die Hinweise, dass ausgerechnet der Schädel bei der Lösung des Falls eine wichtige Rolle spielen könnte.

Meine Meinung:

Treueschwur ist der erste Krimi von Michael Kibler den ich gelesen habe.
Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht, um die verschiedenen Personen einordnen zu können, aber dafür, dass dies schon der 10. Band einer Reihe von Krimis ist die ich alle nicht kenne, ging es dann doch erstaunlich schnell, und das Buch zog mich schnell in seinen Bann.
Ich würde es mal als ‘sauberen’ Krimi bezeichnen, es gibt keine ‘ekligen’ Details, und obwohl es natürlich Gewalt gibt — schließlich geht es unter Anderem um einen Mord — ist es nicht so haarsträubend und erschreckend wie in manch anderem Krimi den ich kenne, und von daher sehr glaubwürdig. Die Geschichte um den Schädel ist von der Idee her grandios, und das Ermittlerteam ist großartig und hat mir gut gefallen.
Die Art und Weise wie die Ermittlungen durchgeführt werden hören sich für mich als Laien durchaus glaubwürdig an, und alles ist in sich schlüssig.
Der Schreibstil ist gut und flüssig, verliert sich jedoch gelegentlich in zu detaillierten Beschreibungen irgendwelcher Automarken, was mich dann veranlasste, diese Stellen quer zu lesen.
Jemand der sich für Autos interessiert kommt hier sicher voll auf seine Kosten; für mich persönlich hat es nichts zur Geschichte beigetragen.

Wer gerne solide, glaubwürdige Krimis liest ist mit Treueschwur sehr gut beraten.

Review: David A. Wells – Thinblade (Sovereign of the Seven Isles #1)

 

Thinblade (Sovereign of the Seven Isles Book 1) by [Wells, David A.]

This had been on my tbl list for more than six months now. I finally started listening to it, and I’m glad I did. I’m a fantasy buff, and it never ceases to amaze me, that with each fantasy book I read or listen to, there are always new ideas.
Well, OK, so the subject is nothing new: bad versus evil, but then you can’t reinvent the wheel.

The world building is nice, though, and the magic and how it is used is yet different from all I’ve read before.
Then there are the characters. A handful of people who set out to save their world.

I love Lucky the most, the alchemist mage, with his joyful nature, his amazing skills, his appreciation of good meals, and his never ending optimism.

The enemy, Phane, is driven, and I wonder whether he’ll be saved, or just defeated.
I have six more books to find out.

The narrator, Derek Perkins, is doing a great job,and it is a joy to listen.

Rezension: Olivier Bourdeaut – Warten auf Bojangles

Olivier Bourdeaut: Warten auf Bojangles, aus dem frz. übersetzt von Norma Cassau; Piper, Hardcover, 158 S., 18,00€

Wenn es ginge, würde ich diesem Buch sechs Sterne geben, dabei ist es schwer, in Worte zu fassen, warum.

Es ist poetisch, eindringlich, lustig, traurig, verrückt, wundervoll — mir fehlen die Adjektive.
Es ist ein Büchlein (aber schön ausgestattet, sogar mit Lesebändchen), und jede/r sollte die Zeit finden, es zu lesen. Am Besten igelt man sich für ein paar Stunden ein und taucht ab. Aber Achtung: man sollte sich nicht nur mit Getränken, sondern auch mit Taschentüchern ausrüsten. Man wird sie brauchen, und das nicht nur wegen des Verlaufes, den die Geschichte nimmt, sondern weil sie einfach zum heulen schön ist.
Ich werde gar nicht versuchen, den Inhalt zu beschreiben, denn man kann diese Achterbahn der Gefühle sowieso nicht in Worte fassen.
Es fängt recht lustig an, und irgendwie ist es auch verrückt, aber dann mehren sich die ernsten Momente, bis man zu dem Punkt kommt, wo man Böses ahnt, und die Luft anhält… Trotzdem war ich auf das Ende nicht vorbereitet. Vielleicht hätte ich es den Andeutungen entnehmen können, und unterbewusst habe ich es auch gemacht, aber ich wollte es nicht wissen.
Tja, und da saß ich dann mit verweinten Augen — und ich bin nicht der sentimentale Typ.
Es ist aber alles so realistisch beschrieben, auch wenn es so grotesk wirkt. Ich habe ähnliche Situationen in meinem Leben erlebt, vielleicht ging es mir deswegen so unter die Haut.
Egal, welche Genres man gerne liest, dies ist ein Buch das sicher jeden ansprechen wird.

Ich danke dem Piper Verlag und Literaturschock für das Rezensionsexemplar.

Rezension: Martin Krist – Brandstifter

Martin Krist: Brandstifter, Edel Verlag, ebook, 412 S., 6,99€

 

Dies war ein freies Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt vom Edel Verlag. Vielen Dank dafür.

Inhalt:
Valentina findet ihren Mann bestialisch ermordet vor. Sie will natürlich nur noch raus aus dem Haus, der Grunewaldvilla, und landet bei ihrer besten Freundin Amy. Doch dort kann sie nicht lange bleiben, und da sie kein Barvermögen hat, landet sie schließlich in der winzigen Wohnung ihres Kindermädchens, doch das ist nicht so sicher, wie es scheint.
Derweil verfolgt Privatermittler David Gross diverse Spuren um einen Brand mit Todesfolge sowie das Verschwinden eines Geschäftsmannes aufzuklären. Schnell werden die Ermittlungen gefährlich für ihn, denn die Täter sind skrupellos.

Meine Meinung:

Die Charaktere kamen mir nicht wirklich glaubwürdig vor, und es gab einige Dinge, die für mich nicht schlüssig waren. Eine wirkliche Entwicklung der Protagonisten ist auch nicht zu erkennen, aber da das Buch als Anfang einer Serie angelegt ist, mag das noch kommen. Das ist aber genau der Punkt, wo mich das Buch nicht zufriedenstellt. Das Ende ist sehr abrupt, ich weiß von Anderen, dass auch sie dachten, da fehlte noch etwas, und die ebook-Ausgabe wäre nicht vollständig.
Der Autor hält dagegen, dass er die eigentlichen Fälle zu einem schlüssigen Ende geführt hat — was auch stimmt. Trotzdem wirkt das Buch auf mich unvollendet, mit der Frage: “Das war’s?”

Da sind einfach noch zu viele lose Enden, was natürlich nach einer Fortsetzung schreit. Ich persönlich bin aber überhaupt kein Fan von Buchserien, wo man den einen Band nicht verstehen kann, ohne alle anderen gelesen zu haben, und ich habe das Gefühl, dass das in dieser Serie so laufen wird.
Natürlich ist das völlig legitim, aber ich mag das gar nicht, weswegen ich da immer von vornherein einen Punkt abziehe.
Da mich dieses Buch — auch mit der Aussicht auf Folgebände — nicht total überzeugen konnte, habe ich einen weiteren Punkt abgezogen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass das allein an mir liegt, denn irgendwie hatte ich einen Thriller à la ‘Trieb’ erwartet, und was ich vor mir hatte, war ein Thriller der sich nicht von anderen Büchern dieses Genres abhebt.

Wer Thriller mag, ist mit dem vorliegenden Buch sicher trotz allem gut beraten, nur meine Erwartungen hat er nicht erfüllt.

Bilingual Review: S. J. Parris – Prophecy

S. J. Parris: Prophecy, audio, whole story audio books/audible, narrator: Laurence Kennedy, 14:39h, € 20,95
S. J. Parris: Prophecy, audio, whole story audio books/audible, narrator: Laurence Kennedy, 14:39h, € 20,95

Ich habe kürzlich ‘Heresy’, das erste Giordano Bruno Buch gehört, und es war klasse. Meine Neugier war geweckt, also kaufte ich mir die Fortsetzung, nicht zuletzt weil Laurence Kennedy so ein toller Sprecher ist. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, aber es hat einige Längen,so dass ich zeitweise leicht abgelenkt war.  Ich habe tatsächlich zwischendrin ein komplett anderes Buch gehört, bevor ich mich wieder diesem zuwandte.

Das Tempo ist nicht hoch, erst ziemlich zum Schluss nimmt es an Fahrt auf. Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch, besonders, wenn man an Geschichte interessiert ist. Neugierig wie ich war recherchierte ich selbst ein bisschen,und zu meiner Überraschung sind nicht nur die englischen Hauptcharaktere belegte historische Persönlichkeiten (wessen ich mir durchaus bewusst gewesen war), sondern auch Giordano Bruno basiert auf einer historischen Person, dessen Ideen, die im Buch dargestellt werden, tatsächlich die Ideen waren, wegen derer er im richtigen Leben von der römischen Kirche verfolgt wurde. Dasselbe gilt für John Dee und Kelley. Ich bewundere die Menge an akribischer Recherche die in die Giordano Bruno Serie geflossen ist.

Geschichtsfans werden das Buch lieben, Mysteryfans werden möglicherweise enttäuscht sein, denn obwohl Bruno auf Mörderjagd ist, ist dies doch eher ein Aufhänger für ein Bild der politischen Situation der Zeit, mit ihren Verschwörungen und  ihrer Spionage. Es vermittelt einen perfekten Eindruck der Maria Stuart – Elizabeth I Problematik mit allem was da so dranhängt.

Ein großartiges Buch mit einigen Schwächen die man leicht vergeben kann aufgrund der Fülle an Informationen die das Buch enthält.

Die deutsche Übersetzung erschien unter dem Titel: Frevel bei Bastei Lübbe und ist als ebook (€8,99) und Paperback (€9,99) erhältlich.

English Version:

I listened to Heresy, the first Giordano Bruno book, recently, and I loved it. It made me curious enough to buy the sequel, too, not least because Laurence Kennedy is such a great narrator.

I enjoyed this book on the whole, but it had some lengths, so I was easily distracted at times. In fact, I stopped to listen to a whole different book before returning to this one.
The whole story is slow-paced and only picks up some speed toward the very end.
It is a still a very good book, especially if you’re interested in history. I was curious, so I did some research, and to my surprise, I found that not only the main English characters are factual (something I had been aware of before), but that even Giordano Bruno is based on a factual character, and that his ideas portrayed in the book were indeed the ideas he was prosecuted for by the Roman church. Same goes for John Dee and Kelley. I’m quite in awe of the amount of meticulous research that has gone into the Giordano Bruno series.
All history buffs will love this book, all those hoping for a great mystery might be disappointed, because although Bruno hunts for a murderer, this is a mere hook for a portray of the political situation at the time, with all its conspiracies and spying. It gives a perfect idea of the Mary Stuart-Elizabeth I problematic with all that’s entangled in it.

A really great book with some weaknesses, but they are easily forgiven due to the amount of information the book contains.

Review: Brandon Sanderson – Steelheart (Reckoners #1)

Brandon Sanderson: Steelheart (Reckoners #1); Brilliance Corpaudio, 12:15h, € 15,99

If you’re familiar with Brandon Sanderson’s fantasy novels, be prepared that this is different.

We’re in a new Chicago (Newcago) sometime in the future, and something has happened that caused Calamity, which in turn bestowed super powers on some humans – but not super humanity, alas.

Chicago becomes a permanently dark place of tyranny, where the ‘epics’ rule. It’s a dangerous place to be. A group of rebel fighters take it upon them to fight the epics.

Sanderson develops a very somber scenario, and we have to ask ourselves where the fight for freedom ends and terrorism starts (it is a question the rebels themselves can’t give an answer to).

Of course there is hope.

The characters are very well worked out, the book doesn’t lack humour, and the plot is well thought out. It’s fast-paced and one of the ‘unputdownables’ from this author’s pen.

It’s not a fantasy story, and I wouldn’t say it’s scifi, either, but some sort of Dystopia.

I look forward to listening to the sequels. McLeod Andrews’s narration was fantastic and makes a nice change from Michael Kramer, who narrates most of Branderson’s other books.

Rezension: Ulrike Renk – Das Lied der Störche

 

Ulrike Renk: Das Lied der Störche; Audible; Sprecherin: Yara Blümel; 16Std 21 Min; 24,95 €

Inhalt:
Diese Rezension bezieht sich auf das (ungekürzte) Hörbuch.

Die Familie von Fennhusen hat offensichtlich Glück gehabt: ihnen mangelt es an nichts.
Frederike, die älteste Tochter von Stefanie, welche in dritter Ehe mit Eric von Fennhusen verheiratet ist, verbringt ihre Kindheit auf dem Gut ihres Stiefonkels. Da sie weder Erbe noch Mitgift zu erwarten hat, drängt ihre Mutter sie, sich mit einer guten Partie zu verbinden. Doch ein Geheimnis umgibt den Mann den die Mutter ausgewählt hat.
Wird Frederike mit ihm ihr Glück finden?

Meine Meinung:
Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen, gibt sie doch Einblicke in das Leben auf einem Gutshof in Ostpreußen zur Zeit zwischen den Weltkriegen. Man erfährt ein paar historische Tatsachen, zum Beispiel über den polnischen Korridor. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten, und wird aus Frederikes Sicht geschildert. Das Buch ist flüssig geschrieben, hat aber recht überflüssige Wiederholungen; und diese Menschen können nicht lachen oder lächeln, sie grinsen nur — und das gefühlt in jedem zweiten Satz. Vor meinem inneren Auge tauchte ständig jemand auf, der mir alle seine Zähne zeigt, wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland. Ich bin da pingelig, es hat mich genervt.

Ich finde es also von Sprache und Stil her nicht so ganz gelungen, aber der Inhalt ist nett.
Nichts aufregendes, sieht man mal vom Verhalten Frederikes Mutter ab, das einen auf die Palme bringt, auch unter Berücksichtigung der damaligen Zeit.
Frederike verschläft die ‘Goldenen 20er’ in ihrem Provinznest und hat praktisch keine Lebenserfahrung. Sie ist arbeitsam und steht mit beiden Beinen fest auf der Erde, aber das kommt ihr zugute, wird sie doch dazu ausgebildet, später mal ein Gut zu führen.

Yara Blümel hat es ganz nett vorgelesen, aber eine Sprecherin die den ostpreußischen Dialekt ein bisschen gekonnter rübergebracht hätte, wäre sicher nicht verkehrt gewesen.

Auf den zweiten Band darf man gespannt sein, denn die Geschichte geht weiter.

Rezension: Alana Falk – Das Herz der Quelle (Sternensturm)

Alana Falk: Sternensturm - Das Herz der Quelle; Arena, epub, 308 S., €13,99
Alana Falk: Sternensturm – Das Herz der Quelle; Arena, epub, 308 S., €13,99

Inhalt:

Wir befinden uns überwiegend in Auckland, Neuseeland, das von Vulkanausbrüchen bedroht wird. Nur die Magier und ihre Quellen können die Naturkatastrophen aufhalten, aber es gibt viel zu wenige Magier.
Liliana ist eine angehende Magierin, und sie, sowie alle anderen jungen AnwärterInnen werden ins kalte Wasser geworfen um eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes zu verhindern, denn die erfahrenen MagierInnen sind zu Einsätzen anderswo. Continue reading