Review: Wilder Fluss (The River) von Cheryl Kaye Tardif

wilder_fluss
Cheryl Kaye Tardif: Wilder Fluss
Luzifer Verlag
Broschiert, 351 S, € 13,95

 

 

(Scroll down for the English version)

Abstruse, größtenteils langweilige Story, die wohl am ehesten in das Genre: Schundroman eingeordnet werden kann.

Inhalt:

Del Hawthorne ist Anthropologieprofessorin an der Universität in Vancouver, Kanada.

Eines Tages taucht ein Freund ihres Vaters bei ihr auf, der behauptet, ihr Vater, der vor sieben Jahren verschollen war und für tot erklärt wurde, sei noch am Leben.

Er gibt ihr ein paar unausgegorene Hinweise und fordert sie auf, ihren Vater zu retten.

Mit einer zusammengewürfelten Mannschaft aus Leuten die sie kaum, oder gar nicht kennt, macht sich Del schnurstracks auf, den Nahanniriver zu befahren um ihren Vater zu finden.

Meine Meinung:

Das Buch kann von Anfang an nicht überzeugen. Es sind Leute im Team, die dort überhaupt nichts zu suchen haben (und es wird auch nicht wirklich klar, warum sie dabei sind).

Ein Klischee jagt das nächste, was die Geschichte in großen Teilen ziemlich vorhersehbar macht.

Möglicherweise ist das der Autorin auch irgendwann aufgefallen, denn sie wartet plötzlich mit völlig abstruser Technologie auf (immerhin kam das als Überraschung).

Im dritten Teil des Buches dann zeigt die Autorin was wirklich in ihr steckt: so viele Erektionen, Vergewaltigungen aber auch leidenschaftliche Liebesschwüre  habe ich, glaube ich, noch nie in einem anderen Buch gelesen.

Ich vermute, dass die Autorin mit diesen Szenen irgendwelche sexuellen Phantasien auslebt, denn sie bringen das Buch nicht voran, und tragen eigentlich nicht wirklich etwas  Entscheidendes zu der Geschichte bei.

Es wird kurzzeitig mal spannend, aber der Spannungsbogen wird nicht lange aufrecht erhalten, und den Rest des Buches habe ich eher überflogen.

Die Erklärungen, warum wer was macht sind nur zu einem kleinen Teil nachzuvollziehen, nämlich dann, wenn es um Macht und Geld geht.

Wir erfahren auch nicht, wer denn nun überhaupt für alles verantwortlich ist, was beinah nach einer drohenden Fortsetzung aussieht — die ich definitiv nicht lesen würde.

Der Klappentext hörte sich spannend an, aber die Ausführung ist mangelhaft. Allein der Fluss, die Legenden, und die Traditionen der Ureinwohner Kanadas hätten Stoff für eine tolle Geschichte geben sollen, aber es wird nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt, obwohl die Autorin recht gut recherchiert zu haben scheint.

Eine tolle Idee verpufft in Klischees und Gewalt. Ohne die Leserunde, in der wir gemeinsam gelitten haben, hätte ich das Buch schon nach einigen Seiten nicht weiter gelesen.

 

I read the book in its German translation, as it was part of a Leserunde in my readers forum. Normally, I read English books in the original language, but not even that could have saved this book.

 

It’s an abstruse, mostly boring story, best categorised as trash.

Content:

 

Del Hawthorne is professor for anthropology at Vancouver university. One day, an old friend of her missed (and declared dead) appears in her office and claims that her dad is still alive, and that she needs to go and save him.

 

At the drop of a hat, Del starts to the Nahanni River to search for her dad. She is accompanied by a team of people she hardly knows, if at all.

 

My opinion:

 

The book didn’t convince one minute. It is full of stereotypes and clichés which are chasing each other.

This makes the story predictable in large parts. It seems, that at some point this occurred to the author, because all of a sudden, she surprises us with absurd technology (but at least this came as a surprise).

 

In the third part of the book, the author shows what she is capable of: I’ve never read about so many erections, sexual and other violence as well as steamy vows of passion in another book before.

 

It made me wonder whether the author is acting out her sexual fantasies, because these scenes don’t do anything for the plot.

 

There is a bit of suspense at one point, but it soon fades out, and I merely skimmed the rest of the book.

 

The explanation of who does what and why is only understandable as far as money and power are concerned.

 

We don’t get to know who is behind all this, which looks like the threat of a sequel (which I definitely would NOT read).

 

The blurb sounds interesting enough, but the execution is very poor.

The river, the legends, the traditions of the indigenous people of Canada should have made for a good story already, but the author doesn’t follow it up, she merely scratches the surface,  although she seems to have researched it all.

A good idea fizzles out in clichés  and violence. If it hadn’t been for the Leserunde, I wouldn’t have given the book a second glance after the first few pages.

 

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